Die Arthrose ist eine degenerative Erkrankung der Gelenke. Sie beginnt schleichend und führt dazu, dass sich der Knorpel im Gelenk langsam abbaut.
Dieser Knorpelabbau führt zu Entzündungen des Gelenks mit resultierendem Gelenkerguss, Schmerzen und Bewegungseinschränkung. Im Endstadium der Arthrose sind die Schmerzen dauerhaft, und die Beweglichkeit des Gelenks kann massiv eingeschränkt sein.
Am häufigsten von Arthrose betroffen sind die Gelenke der Knie, Hüften, Schultern, Finger, Ellbogen oder Füsse. Etwas weniger häufig auch die der Wirbelsäule.
Wie entsteht eine Arthrose?
Arthrose bedeutet eine Abnutzung des Gelenkknorpels. Bei jedem Menschen findet im Laufe seines Lebens eine normale Gelenkknorpelabnutzung statt.
Für die schleichende, mechanische Abnutzung des Gelenkknorpels gibt es verschiedene Ursachen. Zum einen sind das genetische (familiäre) Belastungen, Übergewicht, falsche Ernährungsgewohnheiten, aber auch zu viel oder zu wenig Bewegung. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer Arthrose.
Ist man übergewichtig oder hatte man einen Unfall, kann der Prozess beschleunigt werden. Auch belastende Sportarten (v. a. Stop-and-go) sowie schwere körperliche Arbeit haben einen Einfluss.
Besonders gefährdet sind Personen, die ihre Gelenke ständig und extrem überbelasten (zum Beispiel Leistungssportler), oder jene, die Verletzungen mit Schäden im Gelenk erlitten haben.
Eine ursächliche Heilung ist bis heute nicht möglich. Mit Gewichtskontrolle sowie der Vermeidung von Fehl- und Überbelastung im Sport oder bei der Arbeit kann man den Gelenkverschleiss etwas bremsen.
Welche Arthrose-Stadien gibt es?
Grundsätzlich wird die Arthrose in unterschiedliche Stadien eingeteilt:

- Stadium 1: Knorpel wird weicher
- Stadium 2: Die Knorpeloberfläche wird rauer und kann Risse haben
- Stadium 3: Die Knorpelrisse gehen bis auf den Knochen
- Stadium 4: Der Knorpel ist vollständig abgenutzt und der darunterliegende Knochen ist freigelegt (Knochenglatze)
Welche Symptome verursacht die Arthrose?
Ein Arthroseprozess verläuft häufig schleichend über mehrere Jahre hinweg. Mit der Zeit sind die von Arthrose betroffenen Gelenke nicht mehr mit schützendem Knorpel bedeckt. Der Knochen besitzt im Gegensatz zum Knorpel Schmerzrezeptoren und verursacht so die belastungsabhängigen Gelenkschmerzen, die langsam stärker werden.
Das Fortschreiten der Arthrose führt zu typischen wellenförmigen Schmerzen bei Belastung und später auch zu konstanten Schmerzen im Ruhezustand, insbesondere in der Nacht. Die schmerzfreien Intervalle werden mit dem Fortschreiten der Arthrose kürzer. Hinzu kommen eine Entzündung mit Schwellung des betroffenen Gelenks, Bewegungseinschränkungen, eine Verkürzung der Muskulatur und eine Verformung der Gelenke mit zunehmender Fehlstellung bis hin zur kompletten Einschränkung der Mobilität.
Je schmerzhafter es wird, desto weniger bewegt man das betroffene Gelenk. Dies ist ein Teufelskreis, denn Bewegung ist für die Durchblutung und die Regeneration des Knorpels sehr wichtig.
Wie kann eine Arthrose therapiert werden?
Die Behandlung hängt vom Stadium der Arthrose, vom Leidensdruck und von den Bedürfnissen des Patienten ab
Konservative Arthrosetherapien in Form von Medikamenten, Schmerzgel, knorpelschützenden Substanzen, Injektion/Infiltrationen und medizinischer Trainingstherapie sollten, wenn immer möglich und sinnvoll, bevorzugt werden.
Bringt die konservative Behandlungsform auf Dauer keine befriedigenden Resultate, sollte über operative Massnahmen nachgedacht und einen Hüft-Spezialisten aufgesucht werden.
Konservative Behandlungen
- Physiotherapie: Gezielte und wiederholte Übungen verbessern die Koordination und steigern die Ausdauer.
- Medikamente: Schmerzmittel und Mittel zur Unterstützung des Knorpels
- Gelenkinjektionen (Kortison, Hyaluronsäure, Eigenblut) gegen Schmerzen bzw. für die Entzündungsreduktion und die Verbesserung der Gelenkschmierung
- Orthopädische Einlagen und Bandagen
Operative Behandlungen
Gelenkerhaltende Operation:
- Gelenkspiegelung (Arthroskopie)
- Umstellung (z. B. von O-Bein zu X-Bein)
Künstliches Hüftgelenk (Hüftprothese):
- Teilweise: z.B. Schlittenprothese
- Komplett: z.B. weichteilorientierter Oberflächenersatz oder eine Totalendoprothese (TEP)
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PD Dr. med. Andreas L. Oberholzer ist ausgewiesener Experte für Arthrosebeschwerden und verfügt über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet des künstlichen Knie- und Hüftgelenks.
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