Ortho am See
Praxis für Ortho-Regenerative Medizin
LEADING CLINIC
Regenerative Orthopädie – natürliche Heilung für Knie und Hüften
Wenn das künstliche Knie schmerzt
Minimalinvasive Behandlungen für orthopädische Beschwerden
Die regenerative Orthopädie nutzt die körpereigenen Heilungsmechanismen, um geschädigte Gelenke und Weichteile zu regenerieren, bevor ein künstlicher Gelenkersatz nötig wird. Anstatt nur Symptome zu behandeln, unterstützen wir die natürliche Regeneration mit minimal invasiven Therapien.
Unser Spektrum umfasst:
- Hyaluronsäure‑Injektionen zur Verbesserung der Gelenkschmierung
- Eigenbluttherapie (PRP/ACP), bei der konzentriertes Plasma mit Wachstumsfaktoren in das Gelenk injiziert wird.
- Cellular Matrix, eine Kombination aus Eigenblut und Hyaluronsäure mit verbesserter Wirkung
- Exosomen‑Therapie, bei der winzige Botenvesikel gewonnen vom eignen Blut regenerative Signale übertragen
- Autologe Fettzelltherapie, bei der aus eigenem Fett gewonnene regenerative Zellen um das Gelenk injiziert werden
Diese Therapien sind besonders bei frühen Arthrosestadien, Knorpel‑ und Meniskusschäden, Band‑ und Muskelverletzungen geeignet. Sie sind minimal invasiv, basieren auf körpereigenem Material und bergen daher geringe Risiken. Unser Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Funktionsfähigkeit zu verbessern und Operationen zu vermeiden oder hinauszuzögern.
PD Dr. Andreas L. Oberholzer und sein Team zählen zu den Pionieren auf dem Gebiet der regenerativen Orthopädie. Wir arbeiten streng nach den gesetzlichen Vorgaben, verwenden nur zugelassene Materialien und bieten optional die Kryokonservierung von überschüssigem Fettgewebe an. Gerne beraten wir Sie individuell zu Ihrer Situation.
Hyaluronsäure‑Injektion: Schmierung für das Gelenk
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Bei Arthrose nimmt ihre Konzentration ab, was zu erhöhter Reibung und Entzündungen führt. Durch die Injektion von hochreiner Hyaluronsäure in das Kniegelenk wird die Viskosität der Gelenkflüssigkeit verbessert, die Gleitfähigkeit erhöht und Schmerzen reduziert. Typischerweise werden drei Injektionen im Wochenabstand verabreicht; bei Bedarf kann die Behandlung wiederholt werden.
Am Hüftgelenk erfolgt die Injektion unter bildgebender Kontrolle (Fluoroskopie oder Ultraschall), ebenfalls in einer Serie von drei Spritzen.
Die Kosten werden häufig von den Krankenkassen nicht übernommen und müssen privat getragen werden. Nebenwirkungen sind selten; eine kurzfristige Schonung nach der Injektion wird empfohlen. In fortgeschrittenen Arthrosestadien ist die Wirksamkeit begrenzt.
Eigenbluttherapie (PRP/ACP):
Heilung durch körpereigene Wachstumsfaktoren
Bei der PRP‑Therapie wird dem Patienten Blut entnommen und durch Zentrifugation in seine Bestandteile getrennt. Das plättchenreiche Plasma (PRP) enthält eine hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren, die Entzündungen hemmen und regenerative Prozesse anregen. Die PRP‑Injektion erfolgt steril in das betroffene Gelenk oder Gewebe. Weil nur körpereigenes Material verwendet wird, sind Nebenwirkungen äusserst selten.
Eine PRP‑Behandlung umfasst in der Regel zwei bis drei Injektionen im Abstand von je einer Woche. Sie eignet sich für Arthrosen der grossen Gelenke, Knorpeldefekte, Sehnenverletzungen (z. B. Tennisellenbogen) und Muskelschäden. Vorteile sind die Stimulation der natürlichen Heilung, die gute Verträglichkeit und die ambulante Durchführung. Da es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung handelt, übernehmen die Krankenkassen die Kosten meist nicht.
Cellular Matrix: Synergie von Hyaluronsäure und Eigenblut
Die Cellular‑Matrix‑Therapie vereint die positiven Effekte von PRP und Hyaluronsäure in einer einzigen Injektion. Mit einem speziellen Trenngel werden aus dem Eigenblut Wachstumsfaktoren und Blutplättchen gewonnen und im Reagenzglas mit Hyaluronsäure vernetzt; es entsteht eine homogene Matrix, die sich gleichmässig im Gelenk verteilt. Zahlreiche Studien zeigen, dass diese Kombination eine bessere Wirkung als die Einzeltherapie erzielt.
Die Methode wurde für die Behandlung der Kniearthrose entwickelt, findet aber auch bei Knorpeltherapien, Kreuzbandoperationen und nach Meniskusnähten Anwendung, um den Heilungsprozess zu fördern und Schmerzen zu reduzieren. Üblicherweise werden drei Injektionen im Abstand von zwei Wochen durchgeführt; jede Behandlung dauert rund 30 Minuten und wird ambulant durchgeführt. Der Effekt entwickelt sich langsam, da die Therapie auf biologischer Regeneration basiert. Die Kosten werden in der Regel nicht von der Grundversicherung getragen.
Exosomen‑Therapie: Präzise Signale für die Regeneration
Exosomen sind winzige, 30–150 nm grosse Vesikel, die Proteine, Lipide, mRNA und miRNA zwischen Zellen transportieren. Im Gegensatz zu Stammzellen enthalten sie keine lebenden Zellen, sondern ausschliesslich regulatorische Moleküle; daher sind sie weniger invasiv und können präziser dosiert werden. Exosomen steuern essenzielle Prozesse wie Immunantworten, Wundheilung und Geweberegeneration.
Durch die Injektion von Exosomen in Gelenke, Sehnen oder Muskeln wird die Synthese von Kollagen und Elastin gefördert und die Narbenbildung reduziert. Exosomen können aus verschiedenen Quellen gewonnen werden. Bei uns werden die Exosomen aus 50-60ml eignem Blut gewonnen mit Hilfe von initialer Zentrifugation und anschliessender Mikrofiltration vom gewonnen PRP. Eine hohe Reinheit wird durch Mikrofiltration sichergestellt. Die Behandlung erfolgt ambulant; nach der Injektion können Patientinnen und Patienten sofort ihren Alltag fortsetzen. Da es sich um eine neue Therapieform handelt, werden die Kosten nicht immer übernommen; die wissenschaftliche Evidenz wächst jedoch stetig.
Autologe Fettzelltherapie: Regeneration mit körpereigenem Fettgewebe
Das menschliche Fettgewebe enthält mesenchymale Stammzellen, die Wachstumsfaktoren und entzündungshemmende Moleküle freisetzen. Bei der autologen Fettzelltherapie wird in lokaler Betäubung eine geringe Menge Fett entnommen, mechanisch aufbereitet und ohne Zusatzstoffe in die betroffene Region injiziert. Die im Fett enthaltenen Zellen unterstützen die Regeneration von Knorpel, Sehnen und Muskeln, indem sie natürliche Heilungsprozesse anstossen.
Nach der Entnahme wird das Gewebe in einem geschlossenen System zerkleinert, filtriert und angereichert. Anschliessend wird das Zellkonzentrat um das Gelenk gespritzt; überschüssiges Fett kann zur späteren Verwendung kryokonserviert werden. Diese Therapie eignet sich für frühe bis mittlere Stadien der Arthrose, degenerative Meniskusschäden, Sehnenverletzungen und postoperative Beschwerden. Vorteile sind die Verwendung ausschliesslich körpereigenen Materials, die minimalinvasive Durchführung, die Möglichkeit zur Lagerung des Fettgewebes und damit die Möglichkeit von späteren Infiltrationen sowie die Einhaltung der strengen gesetzlichen Vorgaben in der Schweiz. Allerdings ist die Behandlung kostenintensiv und wird von der Krankenversicherung nicht übernommen; der Nutzen ist bei fortgeschrittener Arthrose begrenzt.
Nach der Behandlung sollten Sie das Gelenk in den ersten Tagen schonen und die Nachkontrollen wahrnehmen. In Kombination mit anderen regenerativen Verfahren kann die Fettzelltherapie eine nachhaltige Verbesserung der Gelenkfunktion erreichen.